Hörbüchereien

Ein aufgeschlagenes Buch, dessen Seiten durch eine Falttechnik so zusammengefalten sind, dass das Wort "Audio" dreidimensional aus den Seiten entsteht.

Wissbegierige blinde und sehbehinderte BücherfreundInnen können sich nur sehr eingeschränkt des Mediums Buch bedienen um ihre Sucht zu befriedigen.

Es gibt die Möglichkeit sich Bücher einzuscannen und diese über die Sprachausgabe zu hören oder mit der Braillezeile zu lesen.

Bevorzugt jemand allerdings ein Hörbuch, also ein von einer/einem professionellen SprecherIn gelesenes Buch auf einem Tonträger, der/dem stehen die Hörbüchereien zur Verfügung.

Um dies zu ermöglichen, haben die Blindenvertretungen Bibliotheken eingerichtet, in denen die Mitglieder sich Bücher ausleihen können. In diesen Büchereien ist von Weltliteratur bis zu Sachbüchern, von Biographien bis zu Heimatliteratur alles zu haben.

Wurden bis vor ungefähr 10 Jahren noch sämtliche Bücher auf Audiokassette gesprochen, so hat hier auch die CD ihren Platz gefunden. Vor allem das DAISY-Format ist hier nicht mehr wegzudenken.

In diesen Hörbüchereien stehen neben Hörbüchern auch Braillebücher, aber auch Blindenschriftnoten, Großdruckbücher und/oder Spiele zur Ausleihe zur Verfügung.

Zunehmend erobert das Audiobook (also gelesene Bücher im herkömmlichen Musik-Format) den Buchmarkt und macht so das Hörbuch auch einem breiteren Publikum zugänglich. Negativ anzumerken ist, dass viele dieser Audiobooks gekürzt werden.

Die Hörbüchereien des deutschsprachigen Raumes haben sich zur Mediengemeinschaft für blinde und sehbehinderte Menschen e.V. mit Sitz in Marburg zusammengeschlossen.

Mehr nachzulesen bei medibus.