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Makuladegeneration

Sonntag, 15. Februar 2009

Die Makula ist der zentrale Punkt der Retina (Netzhaut), die so genannte macula lutea (gelber Fleck). Obwohl sie nur 5 % der gesamten Netzhaut bildet, spielt sie für das “scharf” sehen eine entscheidende Rolle. Wird die macula lutea durch degenarative Prozesse geschädigt, ist das Erkennen von Details nicht mehr möglich. So können beispielsweise Patienten, die an einer Makuladegeneration erkrankt sind, zwar Gesichter sehen, aber keine Gesichtzüge mehr erkennen.
 
In Industrienationen ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) die Hauptursache für Erblindung und schwere Sehbehinderung im Alter. Weltweit leiden etwa 25 bis 30 Millionen Menschen an dieser Augenkrankheit, davon allein in Deutschland rund 4,5 Millionen. Nur etwa jedem fünften Deutschen ist diese Erkrankung der Netzhaut bekannt. Jedoch ist eine frühzeitige Erkennung sehr wichtig, um gezielt Maßnahmen zu ergreifen.
 
Genetisch bedingte Veränderungen in der Regulation des körpereigenen Immunsystems beeinflussen das Risiko, an einer AMD zu erkranken, ebenso wie beeinflussbare Faktoren wie beispielsweise Bluthochdruck, Rauchen, Bewegungs- und Vitaminmangel.
 
Es gibt zwei Verlaufsformen von AMD: Die häufiger auftretende trockene AMD schreitet sehr langsam voran. Ausgelöst durch stoffwechselbedingte Ablagerungen, sterben Sehzellen schrittweise ab und sorgen damit für einen langsamen Verlust der Sehschärfe. Die Verschlechterung der Sehfähigkeit geht für den Betroffenen symptomfrei einher, jedoch können gelbe Fettablagerungen im Auge ein erster Anhaltspunkt für AMD sein. In fortgeschrittenen Stadien nimmt der Patient nur noch einen dunklen Fleck in der Mitte des
Gesichtsfeldes wahr. Aus der trockenen kann sich die feuchte Form entwickeln. Bei dieser verliert der Betroffene die zentrale Sehkraft wesentlich schneller. Abnormale, undichte Blutgefäße wachsen in die Makula und geben Flüssigkeit ab, wodurch die Netzhaut anschwillt. Dem Menschen erscheinen dann gerade Linien wellenförmig, und er sieht nur noch verzerrt und unscharf. Für trockene AMD gibt es bisher noch keine Therapie. Bei feuchter AMD ist eine frühzeitige Behandlung wichtig, um die rasche Verschlechterung der Sehfähigkeit zu stoppen. Die neu gebildeten abnormalen Gefäße werden beispielsweise mit einem “heißen” Laser verödet. Hierbei besteht allerdings das Risiko, auch gesundes Gewebe zu beschädigen. Eine
Lösung bietet die Photodynamische Therapie: Ein lichtempfindlicher Farbstoff wird in eine Armvene eingespritzt, reichert sich in den abnormen Gefäßen an und verödet nur diese. Die geschilderten Methoden stoppen zwar nicht den Krankheitsverlauf, jedoch können sie das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.
 
Neu sind chirurgische Verfahren sowie Medikamente, die die Gefäßneubildung hemmen. Abhängig vom Krankheits-Stadium kann die Einnahme bestimmter Vitamine erfolgreich sein. Im fortgeschrittenen Stadium ist die Anpassung von geeigneten Sehhilfen wie Lupen, Lupenbrillen oder elektronischen Hilfsmitteln durch den behandelnden Augenarzt, Optiker oder Hilfsmittelfirmen  hilfreich. Je früher AMD erkannt wird, desto erfolgreicher kann der Augenarzt handeln. Aus diesem Grund ist es ratsam, zu regelmäßigen Augenuntersuchungen zu gehen, um auf erste Anzeichen reagieren zu können.
 
Um dieses Thema wissenschaftlich korrekt zu Verfassen, fehlt uns die medizinische Kompetenz. Der Beitrag wurde von uns sorgfältig recherchiert, stellt nur einen kleinen Abriss der sehr Komplexen Thematik dar, und soll lediglich dem Zweck als erste Information  zu dienen. Wir erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit beziehungsweise Vollständigkeit des Artikels.

copyright by Andreas Goerdes
 

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