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Low-Vision-Training

Dienstag, 26. Februar 2008

Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen können mit Hilfe eines Low-Vision-Trainings eine bessere Ausnutzung des vorhandenen Sehrests erreichen. Zur Klärung der Ausgangssituation und Bestimmung des Sehrests, sollte vor Trainingsbeginn eine genaue augenärztliche Untersuchung durchgeführt werden.

Bedarfsermittlung

Begonnen wird mit einer Bedarfsermittlung während der die vorhandene Sehleistung ermittelt und der Bedarf der nötigen Hilfsmittel geklärt wird. Vom notwendigen Grad der Vergrößerung, der Beleuchtung, der Distanz, der Blendenempfindlichkeit bishin zum Kontrastsehen werden alle Faktoren in die Ermittlung mit einbezogen. Nun werden mögliche Hilfsmittel wie zum Beispiel diverse Vergrößerungsapparate und Lesegeräte erklärt, die in Frage kommen. Mit dem gewonnenen Wissen wird der Kontakt zu Spezial-Augenärzten und Optikern aufgenommen.

Das Training

Nur wer im Gebrauch der ihm zur Verfügung stehenden Hilfsmittel geübt ist, kann damit zufriedenstellende Ergebnisse erreichen. Daher bildet das Training mit diesen einen wichtigen Grundstock für ein Leben mit der eingeschränkten Sicht. Gleichzeitig soll auch die Scheu abgebaut werden, derlei Geräte vor Mitmenschen anzuwenden. Besonderes Augenmerk erhält auch das Training des Lesens und Schreibens.

Besteht der Bedarf, so kommt der Low-Vision Trainer auch zum Klienten nach Hause beziehungsweise an dessen Arbeitsplatz. Vor Ort können wichtige Detailfragen zur individuellen Situation geklärt werden, die auf Distanz in einem theoretischen Gespräch nur kompliziert lösbar wären. Auch beim begleitenden Training im Freien, zum Beispiel beim Einkauf können wichtige Aspekte geklärt werden.

Nachbetreuung

Da während des Trainings sicherlich nicht alle Eventualitäten geklärt werden können, ist Nachbetreuung ideal um auf dem während des Trainings erworbenen Wissen weiter aufzubauen. Auch bei eventueller weiterer Verschlechterung der Sehleistung ist die weitere Betreuung wichtig.

Da ein guter Trainer sich nicht nur um die Sehbehinderung des Klienten kümmert sondern den Menschen als Gesamtes mit all seinen Problemen sehen sollte, sollte dieser bei Notwendigkeit auch mit weiteren Trainern Kontakt aufnehmen. Sollte ein Klient zum Beispiel in seiner Mobilität oder seinen lebenspraktischen Fähigkeiten eingeschränkt sein, so gibt es auch hierfür geeignete Trainingsmethoden.

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