Lormen
Dienstag, 26. Februar 2008Mit dieser Fingersprache wird Menschen, die sowohl blind als auch gehörlos sind ein Mittel zur Kommunikation gegeben. Der Erfinder Hieronimus Lorm wurde mit 16 Jahren gehörlos und musste daraufhin sein Musikstudium aufgeben. Als er 1881 überdies auch noch erblindete, entwickelte der Schriftsteller aus der Notwendigkeit heraus ein Tastalphabet. Damit bot Lorm als Erster im deutschen Sprachraum taubblinden Menschen einen Weg zur Verständigung mit ihren Mitmenschen.
“Gesprochen” wird Lormen mittels betupfen oder bestreichen der Handinnenflächen des “Zuhörers”. Sind beide Gesprächspartner im Lormen geübt, ist eine rasche Kommunikation durchaus möglich.
