Arya liegt auf dem Boden mit offenem Mund. Rechts neben ihr eine Sprechblase mit den Worten "Echt jetzt?"

03.09.2019 Aryas Tagebuch: „Arya, nach Hause!“

Gestern Abend liege ich bequem auf meinem Teppich, lasse die Gedanken in Richtung Abendessen wandern und ruhe mich von meiner wertvollen Arbeit aus. Da höre ich von draußen ein leises Winseln von einer Hundedame. Interessiert MICH ja an sich nicht. Aber der kleine Quälgeist ist plötzlich aufgesprungen und hat wie verrückt gebellt. Nachdem ich ja um einiges größer bin als dieser kleine Schlumpf wollte ich mich auf ihn werfen um ihn endlich zur Ruhe zu bringen, aber der ist im Zimmer herumgeflitzt wie ein Duracel-Hase.

Nachdem sich Jacky eine halbe Stunde lang lautstark äußerte, haben unsere FutterspenderInnen mal mit dem Schlumpf rausgeschaut. Vielleicht hält er ja so die Klappe – soll mir auch recht sein. Was aber dann kam war ja schon fast gemein: Da wurde ich, nach einem anstrengenden Tag, tatsächlich wegen diesem weißen Bell-Automaten noch mal in mein Geschirr gebeten. Na gut, auch Jacky musste seine Leine anlegen und wir – das heißt, ich mit dem Wiesel und Jacky mit Harald zogen einfach mal los. Im wahrsten Sinn, also der Schlumpf zog und ich bummelte so hintendrein. Wir gingen mehr oder weniger gerade aus und dann kehrt und wieder gerade zurück.

Aber irgendwann zog der Schlumpf in eine komplett verkehrte Richtung und plötzlich wusste niemand der drei wo sie waren. Dieser Jacky! Riecht er eine läufige Hündin dann ist nichts anderes mehr wichtig… Und so konnte ich natürlich wieder den Dreck aus dem Karren ziehen, oder doch den Karren aus dem Dreck? Na egal, ihr wisst ja was ich meine: Mein Wiesel äußerte den Wunsch – also das Hörzeichen – „Arya, nach Hause“.

Wenn ich jetzt gut nachdenke wo zu Hause ist, bekomme ich beim Abendessen ja vielleicht einen Nachschlag, immerhin war das ja nicht so schwer, oder? Also erstmal stehen geblieben und so tun als hätte ich noch nie etwas von „zu Hause“ gehört, ich musste schließlich Zeit gewinnen. Dann eine Pfote vor die andere gesetzt und gaaaanz langsam losgehen. Dummerweise hat Herrchen die Tür doch schneller gefunden… Dass der auch immer so ungeduldig sein muss! Und was ist jetzt mit meinem Nachschlag? 

Zu Hause angekommen war ich ganz schön fertig, auch wenn ich nicht so schnell war wie Herrchen, aber ich hatte schließlich auch schon einen langen Tag. Also wieder hingelegt und auf mein wohl verdientes Mahl gewartet, dass auch prompt serviert wurde. Und Nachschlag gab es dann trotzdem noch.

Eure Arya