Sinneswelt “Blind”

Wir leben in einer optischen Welt, denn 70 bis 80% unserer Wahrnehmungen finden über die Augen Zugang in unser Bewusstsein. Ist dieser Zugang verschlossen oder nur eingeschränkt nutzbar, so müssen andere Sinne einspringen, um dieses Manko zu kompensieren. Für Sehende ist es eine faszinierende, manchmal beängstigende, aber doch verlockende Erfahrung das absolute Dunkel kennenzulernen. Eine Dunkelbrille garantiert diesen Effekt auf erstaunlich gute Weise.

Aber ein oder mehrere verdunkelte Räumlichkeiten in denen Sinneswelten verteilt sind und in dem den “künstlichen Blinden” die verbliebenen Sinne bewusst gemacht werden können, ist ein viel effektiverer Weg. Aber wo bleibt da die Sensibilisierung? In der Kommunikation mit ExpertInnen im Dunklen treffen Lebenswelten aufeinander, es entsehen neue Perspektiven und das unentdeckte Land “Dunkelheit” kann begleitend erforscht werden.

Die MitarbeiterInnen von TROTZ-DEM stehen in dieser Ausnahmesituation für Sehende als AnsprechpartnerInnen zu Ihrer Verfügung. Es können hier auch Hilfsmittel bewundert und kennengelernt werden, die Blinden und in ihrer Sehkraft eingeschränkten Menschen das Leben nicht nur erleichtern, sondern diese zu einem besonderen Stück Herausforderung machen. Dieser Herausforderung können sich nur jene Menschen stellen die sich sagen: “Es geht TROTZ-DEM”.

Es erhöht die Attraktivität einer Veranstaltung ungemein, wenn im Rahmen dessen eine Sinneswelt angeboten wird. Oder es muß auch keine Veranstaltung sein. Reden wir darüber und wir machen es!