Blindenhundvorführungen

Canis lupus familiaris ist der wissenschaftliche Name für den Hund und begleitet den Menschen seit tausenden von Jahren. Ob der Mensch auf dem Hund gekommen ist oder der Hund auf den Menschen ist bislang ungeklärt. Gregory Acland, Veterinär an der

Cornell University in Ithaca (USA), vertritt die Theorie, dass der frühe Hund sich den Neandertaler zu nutze machte. In der Nähe der Lagerstätten des Neandertalers fand der Hund Essensreste und fing an sich für den Menschen nützlich zu machen. Er warnte seine Menschen vor Feinden und unterstützte sie auf der Jagd.

Die Hypothese von Gregory Acland klingt schlüssig. Aber warum hat der Hund im Laufe der Zeit andere Aufgaben übernommen? In vielen Bereichen „arbeitet” der Hund für uns Menschen; er spürt Drogen und Sprengstoff auf, sucht nach Erdbeben oder nach Lawinenabgängen verschüttete Menschen und spürt Kriminelle auf. Das der Hund diese Aufgaben erledigt, lässt sich leicht erklären. Etwas oder jemanden „aufspüren” ist dem Hund angeboren.

Aber aus welchen Gründen führt der Hund einen blinden Menschen? Ein Blindenführhund rennt nicht „blindlinks” über die Straße, vor Treppenstufen bleibt er stehen, führt den blinden Menschen mit dem er zusammenlebt an Hindernissen vorbei und bringt ihn beispielsweise zur Arbeit, zur U-Bahn, zum Bäcker und zur Post. Hat der Hund ein Verantwortungsbewusstsein? Was denkt sich der Hund wenn er vor einem Schlagbaum stehen bleibt, er selbst kann doch gefahrlos unter der Absperrung durchlaufen. Und wie ist das eigentlich mit dem blinden Menschen, kann der sich selber um den Hund kümmern? Wie merkt der Blindenführhundhalter eigentlich ob der Hund krank ist - eine Ohrenentzündung, eine verletzte Pfote, Gelenkbeschwerden - müssen doch schnellstens behandelt werden. Was passiert, wenn der Blindenführhund nicht mehr führen kann, weil er beispielsweise ein Alter erreicht hat, in dem die Sehkraft nachlässt oder das Gehör nicht mehr funktioniert?

Wie der (Blindenführ)Hund lernt, denkt und versteht vermittelt unser Workshop „Der Blindenführhund”.

Unsere Mitarbeiterin Sabine Fiedler, selbst Blindenführhundehalterin, erklärt in spannender und anschaulicher Weise mit ihrer Begleiterin Britta alles Wissenswerte über den Blindenführhund.

„Die Vermittlung von theoretischem Wissen und praktischen Beispielen lassen die Zeit immer viel zu schnell vergehen und die zumeist jungen TeilnehmerInnen möchten sich Britta am Liebsten mit nach Hause nehmen”, berichtet uns unsere Mitarbeiterin immer wieder nach einem Workshop.
Details zum Workshop „Der Blindenführhund”

Bei diesem Angebot gibt es eine zweiwöchige Vorlauffrist.

Workshopdauer: 1 Stunde

Da ein möglichst intensiver Austausch während des Workshops ermöglicht werden sol,l ist die TeilnehmerInnenzahl auf 14 begrenzt und die Veranstaltung findet vor Ort statt.

Die verschiedenen Teile des Workshops können auch in Unterrichtseinheiten aufgeteilt werden.