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Sprechende Bankomaten

Dienstag, 29. Juli 2008

Im Juli 2008 hat die Schweizer Großbank „Credit Suisse“ 209 von ihren landesweit 550 aufgestellten Bankomaten mit Sprachausgabe ausgerüstet und in Betrieb genommen.

Die Bank hat im März 2007 - als Bestandteil ihrer Accessibility-Initiative - begonnen, an häufig frequentierten und dafür geeigneten Standorten Bankomaten mit Audioanschluss für Menschen mit Sehbehinderung zu installieren. Im Juli 2008 konnte die „Credit Suisse“ nun 209 sprechende Bankomaten in allen Regionen der Schweiz in Betrieb nehmen. Die Installation dieser Bankomaten wurde in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessenvertretern – unter anderem der Schweizer Blindenbibliothek, dem Schweizer Blinden- und Sehbehindertenverband sowie dem Schweizer Blindenbund - durchgeführt. Die sprechenden Bankomaten führen sehbehinderte und blinde Benutzerinnen und Benutzer in Deutsch, Italienisch, Französisch oder Englisch mit leicht nachvollziehbaren Hinweisen durch die am Bankomat angebotenen Dienstleistungen. Die nötige Diskretion bleibt dadurch gewahrt, dass über Kopfhörer kommuniziert wird. Das ist mit handelsüblichen Kopfhörern möglich, welche vom Benutzer  mitgebracht werden müssen.
Die Bedienung eines herkömmlichen Bankomaten ist derzeit eine recht komplizierte Angelegenheit. Versucht zwar der Bankomat via Monitor mit seinen Nutzer zu kommunizieren, wird das aus naheliegenden Gründen bei einem Blinden oder hochgradig Sehbehinderten eine recht einseitige Angelegenheit sein. Es ist zwar möglich sich die verschiedensten Töne, die jedes Gerät von sich gibt, zu Nutze zu machen, und somit die jeweiligen Eingaben unter Einhaltung genauer Intervalle tätigen, welche vorher mit einen Sehenden einstudiert wurden. Jedoch ist es bei den verschiedensten Typen schwierig und die Sicherheit sein Geld tatsächlich auch zu bekommen gibt es nicht.

Bilden manche Geräte mit Braillebeschriftung schon einen großen Fortschritt,  sie bieten sie wenigstens die Möglichkeit zu wissen, welche Taste man drückt, würde ein „sprechender“ Bankomat selbstbestimmte Unabhängigkeit bedeuten.  

Angesichts dieses gelungenen Beispiels von Barrierefreiheit ist zu hoffen, dass die handvoll österreichweit installierten derartigen Geräte bald Zuwachs bekommen. Den Technik, Finanzierung und Bedarf sind zweifellos gegeben und am Willen wird es bestimmt nicht scheitern.

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