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Blickkontakt

Sonntag, 15. August 2010

Ein wichtiger Bestandteil gesellschaftlichen Zusammenlebens bildet die Sprache der Augen. Liebe, Abscheu, Zorn, Lachen, Trauer und noch vieles mehr können durch sie ausgedrückt werden. Ein bestehender Blickkontakt ist fixer Bestandteil eines jeden Dialoges und dabei „reden“ die Augen mit.
Aber auch beispielsweise während des Flirtens ist die akustische Kommunikation nur schmückendes Beiwerk, das auch weggelassen werden könnte um zum Ziel zu gelangen. Ob dies der einzige Grund dafür ist, dass es so wenige Beziehungen zwischen blinden und sehenden Menschen gibt? Bestimmt einer davon!
Blinde Menschen müssen auf diese zusätzliche Kommunikationsebene verzichten, können allerdings als vollwertigen Ersatz auf die Deutung der Stimme zurückgreifen.
Da bei einem Dialog mit einem blinden Menschen der Blickkontakt fehlt ist es für den sehenden Teil oft nicht erkennbar, ob  die Aufmerksamkeit des blinden Menschen gegeben ist, dies führt oft zu Iritation und Mißverständnissen.
Viele Blinde versuchen nun in  speziell adaptierten Körperspracheseminaren mehr über die Kunst der nonverbalen Kommunikation und die tieferen Geheimnisse der „sprechenden“ Augen zu erfahren.
Erfahrungsgemäß würde es als blinde GesprächsteilnehmerIn schon reichen, den Kopf in Richtung des Sprechers zu drehen und so zumindest den Versuch eines Blickkontaktes erkennen zu lassen, dass dies nicht immer funktioniert muss auch jedem klar sein.

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