Audiodescription
Donnerstag, 21. Februar 2008Da Filme für blinde und sehschwache Menschen oftmals keine schlüssigen Informationen transportieren, werden mittels der Audiodescription (Audio-Beschreibung) Details ergänzt. Wichtige visuelle Informationen wie zum Beispiel die Gestik der Charaktere, Aussehen der Räumlichkeiten und Handlungen werden in knappen Worten in den Dialogpausen beschrieben. Damit wird erreicht, dass auch sehbehinderte und blinde Menschen den Inhalt von Filmen verstehen können.
Die Texte werden meist von einem professionellen Filmbeschreiber im Team mit einem blinden oder sehbehinderten Mitarbeiter ausgetüftelt. Anschließend wird die Audiodescription mit der Originaltonspur abgemischt. Im Fernsehen werden solche Sendungen üblicherweise im Zweikanalton ausgestrahlt. So können sehbehinderte Menschen auf die beschreibende Audiospur wechseln. Auch Film-DVDs werden hin und wieder mit einer solchen Audiospur ausgestattet.
Auch wenn Hörfilme in Kinos noch selten sind, so besteht doch auch diese Möglichkeit. Bei den Berliner Filmfestspielen 1999 wurden erstmals Hörfilme präsentiert. Über Kopfhörer konnte das blinde Publikumlive eingesprochene Kommentare empfangen.
